Vergraute Holzfassaden wieder ansehnlich gemacht
Frischekur für alte ScheuneEine alte Scheune sollte als Firmenstützpunkt für Fachvertreter umgenutzt werden. Vor allem Holzhandwerker aus der Region Bayerischer Wald werden dort in den vielfältigen Bereichen des Holzschutzes geschult. Bevor der Fortbildungsstandort allerdings eröffnet wurde, musste die alte Scheune erst saniert werden.
Furth im Wald liegt an der tschechischen Grenze und bildet geographisch eine Trennung zwischen dem Oberpfälzer Wald im Norden und dem Bayerischen Wald im Süden. Etwas abseits also und trotzdem ist das Unternehmen Remmers Baustofftechnik mit einem Stützpunkt auch hier vertreten.
Im Mittelpunkt der Arbeit des Stützpunktes steht die Schulung der Fachvertreter von Remmers in dieser Region in den Bereichen Holzlacke und Beizen sowie der Fensterbeschichtung. Angesprochen werden aber auch die Schreiner, Tischler und Fensterbauer in der Region Bayern und Oberösterreich. Darüber hinaus werden regelmäßige Veranstaltungen mit Kunden und Fachvertretern durchgeführt. Die Gründung dieses Stützpunktes war ein ambitioniertes Projekt, die größte Herausforderung zu Beginn allerdings, war die Sanierung des alten, ehemals landwirtschaftlich genutzten Gebäudes.
Neben der Entkernung und dem Wiederaufbau der Innenräume war der Außenhaut der Scheune das Alter deutlich anzusehen. Die Holzverwitterung zeigte sich durch eine grau/schwarze Patina und die rissige Oberfläche. Für die Repräsentanz des Lack- und Farbenherstellers war dies allerdings kein tragbarer Zustand. Die Sanierung war gleichermaßen eine reizvolle Herausforderung, um zu demonstrieren, was die eigenen Produkte leisten können.
Fassadensanierung mit den richtigen Materialien
Die Sanierung der Fassade war innerhalb einer Woche abgeschlossen. Zunächst wurde von den Handwerkern die vergraute und verwitterte Holzoberfläche bei kleinen Flächen mit einer Messingbürste gereinigt. Für größere Flächen verwendeten die Handwerker ein Exzenterschleifer mit einem 140er Schleifpapier. Auf die zuvor gereinigte und vorbereitete Fläche wurde mit einem Acryl-Flächenstreicher für Wasserlacke Renovier-Grund im Farbton „Fichte“ aufgetragen. Aufgrund des extrem unterschiedlich saugenden Untergrundes erfolgte ein zweiter Anstrich mit Renovier-Grund, um ein perfektes Ergebnis zu erhalten. Für die Schlussbeschichtung zeigte sich die Wetterschutz-Lasur UV im Farbton „Eiche hell“ als ideal geeignet. Bei der Schlussbeschichtung erfolgte ebenfalls ein zweiter Anstrich, um eine jahrelange Schutzschicht zu gewährleisten.
Der Farbaufbau im Einzelnen
Der Renovier-Grund ist eine wässrige Spezialgrundierung auf Acrylatbasis für alle Nadel- und Laubhölzer (Vorteile: feuchtigkeitsregulierend, wasserabweisend, UV-beständig, pigmentiert, einfach zu verarbeiten, schnell trocknend und gut haftend). Der Renovier-Grund ist ideal geeignet, um altes, verwittertes Holz für die dekorative Aufwertung vorzubehandeln.
Bereits nach rund drei Stunden konnte eine Schlussbeschichtung mit Wetterschutz-Lasur UV erfolgen (biozidfreie, wasserbasierte Medium-Solid-Lasur für alle Nadel- und Laubhölzer). Die Lasur ist geeignet für neues Holz im Innen- und Außenbereich und zur Renovierung bestehender Lasuranstriche und wird überall dort eingesetzt, wo Wetterschutz und eine seidenglänzende, strapazierfähige Oberfläche erwünscht ist. UV-Blocker und mikronisierte Eisenoxidpigmente verzögern bei hellen Lasurfarbtönen das Nachdunkeln des Holzes. Zusätzlich ist eine Beschichtung mit dem Farbton „farblos UV+“ möglich, auch als Opferschicht auf pigmentierten Anstrichen.
Das Material ist tropfgehemmt eingestellt und ermöglicht ein sauberes Überkopfarbeiten. Die Wetterschutz-Lasur UV ist blockfest und somit auch für die Renovierung von Anstrichen auf Fenstern und Türen geeignet.
Neue Optik lockt die Besucher
Am Regionstützpunkt in Furth im Wald fanden seit der Eröffnung bereits zahlreiche Seminare beziehungsweise Schulungen für regional ansässige Remmers-Fachvertreter in den Bereichen Holzlacke und Beizen sowie der Fensterbeschichtung statt. Weitere Veranstaltungen insbesondere für regionale Kunden sind in den kommenden Wochen und Monaten geplant.
Aufgrund des überzeugenden Ergebnisses bei der Renovierung der Holzfassade ist davon auszugehen, dass sie auch im Rahmen zukünftiger Kundenveranstaltungen ein wesentliches Element darstellen wird.
Autor
Jürgen Dirkes ist Produktmanager (Holzschutz & Holzveredelung) bei Remmers in Löningen.
Aufgrund des extrem unterschiedlich saugenden Untergrundes erfolgte musste ein zweiter Anstrich mit Renovier-Grund erfolgen
Theorie und Praxis an einem Standort
Der Stützpunkt wird von dem Anwendungstechniker Klaus Carbone geleitet und ermöglicht alle üblichen Spritzapplikationen von Airless bis hin zur Becherpistole. Das vorhandene Equipment: Spritzstand mit Absaugtechnologie, Hobelmaschine, Schleiftisch, Langbandschleifmaschine und sämtliche Kleingeräte für eine optimale Holz-
oberfläche. Auch ein Schulungsraum für Arbeitskreise und die Vermittlung von theoretischem Wissen ist vorhanden.